Hallo Welt,
gerade noch rechtzeitig vor Ende März ein Artikel, diesmal mit Bezug auf diese Geschichte die Berichterstattung zur Wochenendreise in den Harz!
Wie bereits berichtet, hatte ich einen Gourmet-Wochenendaufenthalt für 2 Personen in den “Rothen Forellen” in Ilsenburg im Harz gewonnen.
Um es kurz zu machen: das ist schon eine tolle Hütte, salopp gesagt.
Außer dem Empfang, der auf Grund unseres Renault Espace, Baujahr 98 etwas kühl ausfiel und dann zum “Rothen Kopf” beim Portier führte (tja, mein lieber unbekannter Mitarbeiter, nicht gleich vom Äußeren leiten lassen
) muss ich zusammenfassend sagen:
Toller Trip, klasse Unterkunft, supernettes Personal und klasse Verpflegung!
Ilsenburg selbst wirkt ein wenig wie Disneyland und ist hervorragend restauriert. Wir sind mal ein wenig geschlendert und der Stadtkern zeigt sich in sauberstem Gewand… wirkt dadurch auch etwas unecht, aber nicht übel so alles in allem. Wernigerode konnten wir ebenfalls besuchen (auch nicht schlecht) und wir fuhren dann ausgiebig um den Brocken herum, tolle Gegend mit viel Foto-Motiven und kulinarischen Genüssen.
Die 2 persönlichen Highlights in Kürze:
1. Das 6 Gänge Dinner in den Rothen Forellen
Gang 1: Tranchen vom Kalbsrücken mit Thunfischsauce
Resumee: absolut lecker, sehr feine Zubereitung, tolle Thunfischsauce 100 Punkte
Gang 2: Kohlrabi-Cremesuppe
Resumee: etwas unscheinbare Ansage, aber sehr, sehr leckere Zubereitung, toller, intensiver Geschmack 100 Punkte
Gang 3: Knurrhahnfilet auf Safran-Chorizo-Risotto
Resumee: alter Schwede, Safran-Chorizo-Risotto, das ließ mich zunächst Schlimmes ahnen. Chorizo ist ja nun wirklich keine harmlose Wurst! Aber wie erstaunt waren wir, als uns der Geschmack auf der Zunge lag: erstaunlich mild, sehr schmackhaft, das Risotto war toll (oder für die Kochsendungs-Gucker: es war ganz toll SCHLOTZIG Uahhhhh!!!!
).
Da aber die beste Ehefrau von allen durch das Chorizo-Thema etwas verstört war: 90 Punkte
Gang 4: Sorbet von der Schwarzkirsche
Resumee: Komm, wir machen es kurz – klein, fein, 100 Punkte
Gang 5: Hauptgang – und nun werdet Ihr mich bestimmt hassen – ohne Bild – Rinderrückensteak mit Bohnengemüse und Schupfnudeln
Resumee: vorab -> 125 Punkte
Wie konnte das passieren? Nun, als der Gang kam, waren wir beide unglaublich fasziniert. Ich persönlich von der Anordnung des Filetssteaks, schön medium-rare, auf einer Lage Bohnengemüse, Sternförmig darum angeordnet die “Bubespitzle”, wie es bei uns hier heißt. Die beste Ehefrau von allen hingegen fasziniert vom Affront, dass man Ihr ein medium-rare Fleisch zu kredenzen wagt
)).
Was soll ich sagen?
Im Taumel der Vorfreude, nicht nur meine Portion, sondern mindestens die Hälfte Ihres Filetsteaks verschnabulieren zu dürfen, habe ich nicht auf den Auslöser gedrückt. Ich hab’ es im Eifer des Gefechts einfach vergessen.
Tja, da schäm ich mich und gelobe Besserung!
))
Gang 6: Das “richtige Dessert” – Schokoladenmousse-Törtchen mit Mangoconfit und Cassis-Sorbet
Resumee: 115 Punkte. Mann, war das ein tolles Mango-Erlebnis und überhaupt – das war sooooo lecker!!!!
Explizit erwähnen muss ich auch die supernette Bedienung durch Alisa, sowas Zurvorkommendes und Freundliches muss man loben und erwähnen. Wir haben uns sehr wohl gefühlt!
Fazit: Tolles Wochenende, viel Spaß und lecker Essen (das Frühstücksbuffet war auch nicht von schlechten Eltern)!
2. Nun noch ein rustikalerer Tipp:
Bei unserer Rundfahrt fiel uns folgendes am Wegesrand auf:
KUKKI
Kukki’s Imbiss gibt es an mehreren Stellen in der Nähe des Brockens, Interessierten sei die Webseite ans Herz gelegt! Dort findet sich auch die aktuelle Preisliste, bzw. Stand März 2012 findet Ihr die wesentlichen Preise oben im Foto.
Kukki’s Prinzip ist eine Gulaschkanone und mehrere Räucheröfen, in denen Forellen und Lachsforellen (heiß-)geräuchert und somit gegart werden.
Forellen hatte ich bereits selbst schon mehrfach geräuchert und somit entschieden wir uns für das Kesselgulasch und die offenbar recht populäre Erbsensuppe, die Kukki auch gerne für Fernreisende auf Dosen zieht, zum Mitnehmen in die Heimat.
Da ich einmal mit 17 einen Kasten Retsina aus Griechenland mit nach Hause brachte und das dann zu Hause überhaupt nicht mehr so geschmeckt hatte wie in Griechenland, rate ich grundsätzlich davon ab, Kukki in Dosen zu exportieren
.
Denn vor Ort, im leichten Rauchgeruch des Räucherofens, mit den anderen Gästen (Wanderer, Biker, Radfahrer, Automobilisten und anderes Volk), da schmeckt es einfach am Besten.
Dazu gibt es lecker Brause mit Waldmeister oder ein lecker Hasseröder Pils, ganz nach gusto
Ich mach es kurz: ist ein Geheimtipp (naja nicht mehr so wirklich geheim
) und sowohl Kesselgulasch (Schweinefleisch) als auch Erbsensuppe waren mehr als lecker. Wenn Sie mal hinkommen: Ausprobieren!
Das war es mal vorerst, vielen Dank an Tchibo für die tolle Reise und Kukki für die rustikale Erfahrung und allerseits immer eine handbreit Genuss unter dem kulinarischen Kiel, dies wünscht Ihnen Ende März 2012 Ihr Leroy
Vor vielen Jahren habe ich dieses Omelette so ähnlich mal bei Ralf gegessen. Und gestern habe ich es mir selber mal wieder gebrutzelt. Ist eigentlich sehr trivial, aber schmeckt genial.
Die Zutaten:
- einige Scheiben Pepperoniwurst (es gibt eine ganz leckere bei der METRO, das sind 2 in einer Packung, jeweils ca. 35 cm lang, die passt auch gut auf Pizzen)
- 2 Eier
- Pfeffer, Salz, Paprika
- Schnittlauch
Die Zubereitung:
- Eier aufschlagen und mit einer Prise Salz und etwas Paprika und Pfeffer verquirlen
- Pepperoniwurstscheiben in einer Pfanne konzentrisch in Kreisen auslegen
- Pfanne erhitzen
- Wenn die Wurstscheiben angelaufen sind, das Ei darüberleeren, dabei nicht rühren, nur die Pfanne füllen
- Sofort den Deckel drauf und auf kleine Hitze wechseln
- Ca. 5-10 min. stocken lassen, mit Schnittlauch garnieren und auf vorgewärmtem Teller servieren
PS: Beiträge, wenn auch recht alte, findet Ihr hier im Blog von Ralf als Autor “mrpicket” in der Rubrik “Mythen der Kochkunst…”
Guten Appetit wünscht Ihnen
Ihr Leroy
Hallo Welt,
die beste Ehefrau von allen und ich standen am vergangenen Freitag beim Metzger Wolbert in Dielheim und da der Laden voll war, las ich den “Lukullus”, vermutlich das Pendant der “Bäckerblume” oder der “Apothekenrundschau”, nur eben für Metzgereien. Generell hat das Heftchen immer ein Thema, diesmal war es “Gerollte Vielfalt”… Auf Seite 5 dann gleich “Klassische Rinderouladen” – das sah gut aus und sprach mich an.
Also erwarben wir in Folge einige Scheiben Rindfleisch aus der Oberschale und legten los.
Die Zutaten:
- 1,5 kg Rindfleisch (aus der Oberschale) in dünnen Scheiben (8)
- 1 Glas Senfgurken
- 5 mittlere Zwiebeln
- 1 kleine Dose Tomatenmark
- 2 EL Paprikapulver
- ca. 250 ml Wasser
- 1 gehäüfter EL Fleischbrühpaste
- 2 Packungen Tulip Frühstücksspeck
- Pfefer, Salz
- Senf, mittelscharf
- Pflanzenöl
- 250 ml Rotwein
Die Zubereitung:
- 3 bis 3 1/2 Zwiebeln häuten und in dünne Scheiben schneiden, den Rest würfeln
- 6-8 Gurken in dünne Scheiben schneiden
- Das Fleisch waschen und trocken tupfen
- Jedes Stück Fleisch zunächst auf einer Seite salzen und pfeffern, dann mit Senf bestreichen
- Dann 2 Scheiben Frühstücksspeck auflegen
- Darauf von unten (ist nachher innen) nach oben erst Gurken und dann Zwiebeln auflegen
- Einrollen und mit Fleischnadeln fixieren
- Die Rouladen dann in einem Bräter in Pflanzenöl von allen Seiten heiß anbraten
- Aus dem Bräter nehmen und beiseite stellen (z.B. in einer Auflaufform)
- Die Zwiebeln im gleichen Bräter anbraten, dann den Fond mit etwas Rotwein ablöschen
- Tomatenmark und restlichen Rotwein hinzu geben und zum köcheln bringen
- Einen Teil das Wassers hinzugeben und darin die Fleischbrühpaste auflösen
- Die Rouladen wieder in den Bräter geben, mit dem restlichen Wasser so ausgleiche, dass die Rouladen nicht ganz bedeckt sind
- Auf kleiner Flamme ca. 1,5 h simmern lassen, dabei gelegentlich einen kleinen Schwapp Wasser/ Wein dazu geben und die Rouladen 2-3 mal wenden
- Die Sauce notfalls am Schluss abbinden (war bei uns nicht nötig), dazu vorher die Rouladen entnehmen, warm stellen und die Sauce kurz aufkochen und mindestens 3 min. kochen lassen
- Dazu passen sehr gut Spätzle, wir haben unsere in Butter warmgebacken
Guten Appetit wünscht Ihnen wie schon so oft
Ihr Leroy
Hallo Welt,
ich bin heute überglücklich: als kleines Vorgeburtstags-Geschenk habe ich mir letzte Woche die Griddle-Pfanne (SMEG PPX 6090), ein Original-Zubehör für meinen SMEG Gasherd gegönnt. Erstklassig und superfreundlich beraten durch Brunhilde Hüttich (an dieser Stelle nochmals vielen Dank, Frau Hüttich
) vom Hause Hüttich, wo ich bereits 2007 meinen Herd erworben habe.
Wer sich selbst mal sowas zulegen oder einfach nur mal stöbern möchte, hier die Links:
www.gasherd.de (mit Preisen zu den Produkten)
Ich kann diese Firma nur wärmstens weiterempfehlen und rate Ihnen, bei Interesse mal reinzuschauen.
Sie wissen ja, ich empfehle nur dann, wenn ich überzeugt bin – und hier bin ich es!
Versand und Beratung einwandfrei und die Preise sind dabei immer sehr fair.
Und nun der erste Einsatzbericht. Ich konnte natürlich nicht warten und habe daher heute Morgen noch alles ausgepackt und das Teil gründlich mit warmem Wasser und Spüli gesäubert. Die beste Ehefrau von allen hat dann auf mein Flehen hin die Gemüsepfanne mit Reis heute Mittag nicht vorgekocht, sondern nur alles kleingeschnitten und vorbereitet, damit ich meine neuste Errungenschaft zum Jungfern-Einsatz bringen konnte.
Kaum zurück am leider späten Abend im heimischen Domizil und machte ich mich also daran, die Pfanne einzuölen, aufzuheizen und die ersten Zutaten aufzulegen.
Hierzu wird der gusseiserne Topfträger-Rahmen vom Kochfeld entfernt und die Pfanne direkt auf den Herd gestellt. Bei meinem Modell ist der Betrieb in allen drei Feldern denkbar und ich werde vermutlich das nächste Mal nach links gehen, wo ich einen 2 kW und einen 3 kW Brenner habe, der 2 kW gepaart mit den 1,2 kW war insgesamt etwas schwach.
Nach wenigen Minuten ist die ca. 1,5 cm starke Edelstahlplatte am Boden der Griddle-Pfanne vorgeheizt und es kann losgehen.
Gemüse wie den Brokkoli kann man zwischendurch mit etwas Brühe ablöschen. Was an Flüssigkeit zuviel vorhanden ist, läuft nach vorne in eine Auffangrinne, ebenso überschüssiges Fett, das man natürlich auch mit dem Bratwender dort hin schieben kann. Das macht die Pfanne zu einer sehr guten Anschaffung bei fettarmer Ernährung.
In einem zweiten Schritt habe ich das Fleisch dazu gegeben und ebenfalls angebraten, zum Schluss dann alles gemischt und fertig gegart. Kochzeit ca. 15 min.
Hier noch zwei abschließende Impressionen vom zubereiteten Essen:
Guten Appetit und gute Inspiration wünscht Ihnen wie immer Ihr Leroy!
Heute ein Rezept von meiner Schwiegermutter Gertrud, gemeinsam in der heimischen Küche gekocht. Da wir das sehr gerne essen, hat mir Gertrud das schon mal gezeigt, damit wir das Gericht in der Familie bewahren können. Das ist so ähnlich wie mit dem Quittengelee
Weitere Hintergrund-Information: Tafelspitz war früher ein sogenanntes Festtagsessen, dass es in der Regel nur zu echten Festtagen gab (also z.B. auf einer Hochzeit). Beim Fleisch sollte man nicht sparen, Gertrud hat bei Ihrem Haus- und Hofmetzger das Fleisch vorbestellt und heute haben wir es abgeholt. Für die 1,2 kg zahlt man dann so um die 20 €, mal so als Hausnummer. Überliefert ist das Rezeptz übrigens nun schon in der 3 Generation und wer weiß woher das genau stammt! Jedenfalls hat es der besten Ehefrau von allen Ihre Oma (Herta) schon so gekocht und dann der Mama (Gertrud) beigebracht. Und heute hab ich es gelernt!
Viel Spaß beim Nachkochen!
Die Zutaten:
- 1 kg Kartoffeln
- 1,2 kg Tafelspitz (Rind)
Für die Brühe:
- 2-3 Karotten
- 1 Stange Lauch
- 1/2 Bund Petersilie
- 1 Stück Sellerie
- etwas Instantbrühe (ca. 3-4 TL)
Die Sauce:
- Entweder frischen Meerrettich gerieben oder bereits fertig geriebenen Meerrettich kaufen, ca. 50 g (gibt es z.B. beim Metzger)
- ggf. mit mildem Sahnemeerrettich ergänzen, um die Sauce etwas schwächer einzustellen (ich finde ja, dass die Nase frei werden muss von der Sauce
) - 50 ml süße Sahne
- 2-3 EL Butter
- 1-2 EL Mehl
Die Beilagen:
- 1 Glas Gürkchen
- 1 Glas Maiskölbchen
- 1 Glas Preiselbeeren
- 1 Glas rote Beete
- 1 Glas Birnen
Die Zubereitung:
- Die Brühe mit Wasser aufsetzen und aufkochen lassen
- Den Tafelspitz parieren
- Zu der Brühe geben und ca. 1,5 bis 2 h köcheln lassen (das Fleisch muss bedeckt sein), dabei das Fleisch mehrmals wenden
- Kartoffeln schälen, halbieren und in Wasser aufbewahren. Dann zeitlich passend abkochen (ca. 20 min.)
- Die Kochzeit nutzen, um die Beilagen anzurichten. Dabei die Preiselbeeren in die Birnenhälften füllen. Gürkchen, Maiskölbchen und rote Beete in Schälchen füllen und mit Folie abdecken
- Für die Sauce 2 EL Butter in einem Topf schmelzen und 1-2 EL Mehl unterrühren
- Mit der Brühe aus dem Topf sämig rühren (mehrere Schöpfkellen) bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist, dann mit dem Meerrettich abschmecken und mit ca. 50 ml Sahne abrunden
- Vorweg bietet sich der Genuss eines Tellers mit Brühe an. Hierzu einfach etwas von der Brühe herausnehmen, ggf. mit Markklöschen und/ oder Suppennudeln verfeinern und servieren (schmeckt sehr gut!)
- Nach der Vorspeise das Fleisch herausnehmen, kurz ruhen lassen und in 1-2 cm dicke Scheiben schneiden
- Mit den Kartoffeln und der Sauce anrichten und heiß servieren
Guten Appetit wünschen wie immer Ihr Leroy und heute natürlich auch Gertrud!






































